Die Qaitbay-Zitadelle … eine Melange aus Zivilisation und Geschichte

Hinzugefügt am Jul 26, 2018

Alexandria, eine der beeindruckendsten Küstenstädte Ägyptens, wartet mit zahlreichen antiken Monumenten auf, die ein Zeugnis der bewegten Geschichte des Landes sind. Darunter findet sich auch die Qaitbay-Zitadelle, die als eine der wichtigsten Verteidigungsfestungen nicht nur in Ägypten, sondern entlang der gesamten Mittelmeerküste gilt.  

Die Zitadelle wurde Ende des 15. Jahrhunderts auf den Ruinen des Leuchtturms von Alexandria – einem der sieben Weltwunder – erbaut. Sie entstand unter König Al-Ashraf Abu An-Nasr Saif Ad-Din Qeit-bey Al-Zaherri, dem 15. Mamluken-Sultan der Bahri-Dynastie in Ägypten.

Qeit-bey, der erfahren auf dem Schlachtfeld war, zeichnete sich ferner durch seinen Scharfsinn, seine Weisheit sowie seine Tapferkeit aus.

Die Geschichte der Zitadelle nahm ihren Lauf, als der König sich mit zahlreichen Prinzen und Bediensteten nach Alexandria begab. Als er die Stadt erreichte, wurde er von der Bevölkerung, die ihn bereits in den zu seinen Ehren geschmückten Straßen erwartete, willkommen geheißen. In einem majestätischen Umzug setzte der König mit den Prinzen seinen Weg fort.

Qeit-bey blieb für drei Tage, in denen er die Ruinen des Leuchtturms besuchte und prompt die Errichtung eines Turms an dieser Stelle anordnete. So wurde die Zitadelle erbaut, die noch heute an sein Vermächtnis erinnert.

Sie befindet sich auf der Insel Pharos, an der Mündung des Osthafens von Alexandria.

Die Zitadelle erstreckt sich über eine Fläche von 17.550 m2 und liegt strategisch sehr günstig, da sie an drei Seiten vom Meer umgeben ist. Das Gebäude ist rechteckig angelegt und 60 m lang und 50 m breit. Seine Mauern sind 4,5 m dick. Zwei riesige Mauern schützen die Zitadelle sowohl von innen als auch von außen.